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CDs brennen:

Um CDs zu brennen, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  • CD-Brenner
  • Es gibt vielzählige Hersteller von guten Geräten. Man sollte nicht so sehr auf die Brenngeschwindigkeit (denn schnell sind sie alle) als vielmehr auf das Feature “Burn Proof” oder auch “Write Proof” genannt achten. Dieses ermöglicht das Brennen auch mit leistungsschwachen Rechnern, indem es einen “Buffer Underrun” - und somit das “Verbrennen” von CD-Rohlingen - verhindert.

  • Brennsoftware
  • Auch hier hat man die Qual der Wahl. Zu empfehlen sind “Nero”, “Alcohol 120%” “CloneCD” bzw. “CloneDVD” und (eher für den Anfänger) “SonicRecordNow” bzw. “WINOnCD”. Siehe auch übernächsten Absatz.

  • CD-Rohlinge
  • Man unterscheidet “R” (Recordable) und “RW” (Rewritable). Erstere können nur einmalig bis zu Ihrer Datenkapazität gebrannt werden und eignen sich z.B. für Musik-CDs. Letztere können mehrfach überschrieben werden und sind z.B. zur Datensicherung geeignet. Die Lebensdauer soll zwischen 30 und 100 Jahren liegen (herstellerabhängig).

Die verschiedenen Brennsoftware-Pakete sind im großen und ganzen gleich zu bedienen, unterscheiden sich nur im Interface (Bedienungsoberfläche). “Nero” eignet sich eher, um Daten und Musik zu brennen, während “Alcohol 120%” und “CloneCD” reine Images (re)produzieren. Die drei Grundarten des Brennens sind folgende:

  • Kopieren: eine CD wird entweder direkt vom CD-Rom-Laufwerk zum CD-Brenner oder über die Zwischenspeicherung eines Image auf der Festplatte originalgetreu kopiert. Erstere Möglichkeit bietet sich bei 2 Laufwerken, letztere bei nur einem (Combo)-Laufwerk an bzw. wenn man mehrere Kopien mit dem gleichen Inhalt erstellen will (siehe auch Image brennen)
  • einzelne Daten kopieren: Diese Daten können alle Arten von Daten und Dateien sein (z.B. .wav, .mp3, .doc....). I.d.R. kann man durch Drag&Drop die einzelnen Dateien und/oder Ordner als Verzeichnisbaum einfügen. Eignet sich zum Brennen von eigenen Musik-Samplern (siehe auch Audioformate) oder zur Durchführung einer Datensicherung.
  • Image brennen: Ein Image ist ein Abbild der jeweiligen Original-CD in einem oder mehreren Dateien (hängt von Brennsoftware ab) in Form von Rohdaten. Wird oft im Zusammenhang des Filesharing verwendet, um möglichst viele Systeme bedienen zu können. Eine Imagedatei kann auch in einem sog. virtuellen CD-ROM-Laufwerk geladen werden (z.B. CloneCD: “VirtualCloneDrive”, Nero: “NeroImageDrive”), ohne eine vorheriges “Zurückbrennen” erforderlich zu machen. Z.B. auch für Spiele geeignet, welche das Einlegen der CD erfordern, um das Summen des CD-ROM-Laufwerkes zu umgehen bzw. eine Beschleunigung zu erreichen. Auch empfiehlt sich die Zwischenspeicherung eines Image für das Brennen mehrerer CD´s mit gleichem Inhalt. Die gebräuchlichsten Formate sind:
    • .bin (CDRWin)
    • .bin & .cue (CDRWin)
    • .iso (Nero, EasyCDCreator, BlindRead)
    • .nrg (Nero)
    • .ccd oder .img (CloneCD)
    • .c2d (WinOnCD)
    • .nra (Audio-Zusammenstellung Nero)
    • .nrb (Boot-Zusammenstellung Nero)
    • .cdi (DiscJuggler)
    • .pdi (Instant CD/DVD)
    • .bwt (BlindRead)

Nun muß man sich noch entscheiden, ob man die CD “schließen” (nicht bei Images) möchte, d.h. es ist kein weiterer zusätzlicher Brennvorgang bei dieser CD mehr möglich. Bei Musik-CDs bietet sich ein Schließen an, da die meisten CD-Player der Stereoanlage die CD ansonsten nicht abspielen können.

Jetzt Brennvorgang starten und in wenigen Minuten ist die CD fertig !


Nachstehend eine Erklärung der am meisten verwendeten Formate für Audio-CDs:
  • .wav: Audioformat zum Abspielen auf CD-Player oder PC, entspricht dem Format einer im Handel angebotenen Musik-CD und kann auf dem PC sowie auf dem CD-Player der Stereoanlage abgespielt werden
  • .mp3: Wurde entwickelt, um ein Audioformat zu schaffen, welches auf der einen Seite CD-Qualität, auf der anderen Seite aber eine (deutlich) geringere Dateigröße bietet und sich somit für den Download im Internet besser eignet. Dies wird durch Komprimierung der .wav-Datei erreicht, d.h. es werden Daten weggelassen. Den Komprimierungsgrad kann man selbst bestimmen, z.B. ist ein MP3 mit einer Bitrate von 128 kbps ca. 12 mal kleiner als ein .wav. Eine Komprimierung geht jedoch mit Qualitätsverlusten einher, weshalb unseres Erachtens mind. 196 kbps Bitrate oder mehr zum Ansatz kommen müssen, um ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. MP3 hat sich als Standard im Internet etabliert und im Zusammenhang mit Tauschbörsen die Musikindustrie empfindlich getroffen.
  • Zum Abspielen benötigt man einen Player, welcher das MP3-Format unterstützt (für den PC z.B. Winamp, Freeamp, Sonique, Mediaplayer). Es gibt auch tragbare MP3-Player mit intergrierter Festplatte und/oder Memorystick.

  • .ogg: Ebenfalls ein Komprimierungsverfahren, ähnlich dem MP3 aber es sollen die verwendeten akustischen Modelle denen von MP3 überlegen sein. Zum Abspielen benötigt man einen Player, welcher das OGG-Format unterstützt (für den PC z.B. Winamp, Freeamp, Sonique)

Aus dem Internet heruntergeladene Musik-Files sind i.d.R. im Format .mp3 (wegen der geringeren Dateigrösse) und meistens noch als Zip-Datei gepackt. Die meisten Brennprogramme (z.B. Nero) unterstützen eine automatische Umwandlung von MP3 in WAV, sofern Sie eine Audio-CD brennen.

Bei Erstellung einer reinen MP3-CD mit 700 MB können Sie - abhängig von der gewählten Bitrate - ca. 600-960 Minuten (also bis zu 16 Stunden Musik) anstatt 80 Minuten bespielen. Brennen Sie sogar noch eine MP3-DVD liegt die Speicherkapazität bei 50 - 80 Stunden. Allerdings wird (wie oben erwähnt) ein MP3-Player zum Abspielen der CD/DVD benötigt. So haben Sie ganz schnell Ihre komplette Platten- und CD-Sammlung auf ein paar wenigen DVDs zusammengefasst (z.B. zur Mitnahme in den Urlaub oder auf Partys).


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