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Firewall: Erstellung von Regeln
Das Prinzip ist einfach zu verstehen: Zuerst werden alle Verbindungen von außen nach innen und umgekehrt geblockt (gesperrt). Nun werden die benötigten bzw. gewünschten Verbindungen nach und nach, unter Angabe des verwendeten Remote- und Local-Ports sowie Protokoll, Applikation (Programm) und evtl. IP-Adressen bzw. Hosts, freigegeben. Dies kann über Regeln erreicht werden. Nachstehend ein Beispiel anhand vom Web-Browser. Verfahren Sie so auch mit allen anderen Verbindungen, nachdem Sie zuvor die Ports oder Portranges, Protokolle, Hosts bzw. IP-Adressen der jeweiligen Verbindung recherchiert haben (z.B. über Traffic-Logfiles der Firewall und diverse Whois-Server-Datenbanken).
Beispiel: Sie möchten mit Ihrem Browser im Internet auf verschlüsselten und unverschlüsselten Seiten surfen sowie Downloads jeglicher Art durchführen können. Dazu benötigen Sie die Protokolle http (TCP-Port 80), https (TCP-Port 443) und FTP (TCP Port 21). Der Passiv-FTP-Download gestaltet sich etwas schwieriger in der Regelgestaltung, da hier über den Remote-TCP-Port 21 die Initialisierung des Downloads erfolgt aber die eigentlichen “Arbeitsports” dann dynamisch von 1024-65535 auf beiden Computern (remote- wie localseitig) zugewiesen werden. Damit Ihre Firewall diese Pakete durchläßt, sind folgende Regeln erforderlich.
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Applikations- und verbindungsbasierende Regel für http und https:
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Applikation/Programm:
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<ihrbrowser>.exe
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IP/Hosts:
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keine Eingabe (=unbekannt)
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erlaubte Remote-Ports:
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TCP 80 (für http), TCP 443 (für https)
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erlaubte Local Ports:
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TCP 1024-65535
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Aktion als Client oder Server:
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nur Client (outgoing)
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Applikations- und verbindungsbasierende Regel zu FTP:
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Applikation/Programm:
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<ihrbrowser>.exe
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IP/Hosts:
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keine Eingabe (=unbekannt=alle)
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erlaubte Remote-Ports:
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TCP 21, TCP 1024-65535
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erlaubte Local Ports:
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TCP 1024-65535
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Direction/Richtung:
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outgoing
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Weiteres Beispiel: Sie möchten mit Ihrem E-Mail-Client (Z.B. Outlook) Post abholen und verschicken. Wir gehen hier von einer T-Online- E-Mail-Adresse bzgl. der IP-Adressen aus.
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Applikations- und verbindungsbasierende Regel inkl. IP-Einschränkung:
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Applikation:
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outlook.exe
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IP/Hosts:
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194.25.134.0-194.25.134.255 (Server-IP-Adressen von T-online)
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erlaubte Remote Ports:
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TCP 25 (smtp), TCP 110 (pop3)
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erlaubte Local Ports:
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TCP 1024-65535
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Aktion als Client oder Server:
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nur Client (outgoing)
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ICMP muss besondere Beachtung geschenkt werden und wir empfehlen folgende grundsätzliche Regeln zu diesem Protokoll, um Angriffe wie Denial-of-Service-Attack, Ping-to-Death oder Redirecting zu verhindern.
- Typ 0 (Echo Reply): Incoming OK, Outgoing block ! Sie sollten pingen können aber nicht gepingt werden !
- Typ 3 (Destination unreachable): Incoming OK, Outgoing block ! Um einem Denial-of-Service-Attack zu vermeiden
- Typ 4 (Source Quench): Incoming block, Outgoing block ! Zur Vermeidung eines Source-Quench-Angriffs.
- Typ 5 (Redirect): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 8 (Echo Request): Incoming block, Outgoing OK ! Sie sollten eine Echo-Anfrage starten können aber selbst keine bekommen !
- Typ 9/10 (Router Adv./Selection): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 11 (Time Exceeded): Incoming OK, Outgoing block !
- Typ 12 (Parameter Problem): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 13 (Timestamp Request): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 14 (Timestamp Reply): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 15 (Info Request): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 16 (Info Reply): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 17 (Adress Request): Incoming block, Outgoing block !
- Typ 18 (Adress Reply): Incoming block, Outgoing block !
Sie können vorgenannte Punkte in drei Regeln wie folgt zusammenfassen:
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