22.04.2019 | 06:33 Uhr
 
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Alexa-Gespräche werden abgetippt (11.04.2019)
Amazon lässt offenbar "Echo"-Audioaufnahmen von Mitarbeitern prüfen und abtippen, um angeblich die Spracherkennung der Assistenzsoftware Alexa zu verbessern.
Wie man hört wird dies an verschiedenen Standorten erledigt, u.a. in Boston, Costa Rica, Indien und Rumänien. Dabei sollen bis zu 1.000 Mitschnitte pro Prüfer und Schicht umgeschlagen werden.

Pikant ist, dass teilweise Gespäche aufgezeichnet werden, ohne dass das obligatorische Aktivierungswort gefallen ist, also eine Fehlaktivierung erfolgte. So hören die Mitarbeiter eben auch vertrauliche Dinge, die Amazon nichts angehen, beispielsweise aus dem Bad oder Schlafzimmer. Auch Gespräche von Kindern...Was sagt hierzu eigentlich die DSGVO???

Echo-/Alexa-Anwender oder deren häusliche Besucher sollten sich also nicht wundern, wenn im Netz etwas Persönliches von ihnen auftaucht oder eine Bankabbuchung erfolgt, weil man die Kontonummer ausgesprochen hat. Oder man wird gar an der Grenze eines autokratischen Staats verhaftet, weil diesem eine Aufzeichnung zugespielt wurde, in der man eine unpassende politische Meinung vertreten hat und nun zum Terroristen gemacht wird (solche Verhaftungen aus jüngster Vergangenheit gibt es ja wirklich genug). Ja, die Stasi hätte sich auch echt gefreut...

Dazu braucht es nur EINEN unintegren Amazon-Mitarbeiter, der an die Daten rankommt und diese missbraucht, weil er z.B. käuflich ist...oder Amazon sendet die Aufzeichnungen einfach an Dritte (ja, das ist passiert, siehe Beitrag vom 20.12.2018).

Deshalb sollten Bewohner ihres freiwillig verwanzten Heims unbedingt ein Schild wie abgebildet anbringen, um ihre ausgelieferten Besucher gefälligst zu warnen!





Skurrile Reaktion von Nutzerseite:

Im öffentlich rechtlichen Fernsehen erschien vor Kurzem ein Beitrag zu Alexa. Die Reporter forderten Amazon auf, alle gespeicherten Daten über eine Familie, die Echo zuhause stehen hat, im Namen derer herauszugeben.

Festgestellt wurde, dass es eben auch zahlreiche Aufnahmen gab, die ohne Aktivierungswort aufgezeichnet wurden. Konfrontiert mit dieser Information, hat die Familie Echo nicht etwa abgeschafft (so würde doch erst einmal jeder mit gesundem Menschenverstand handeln), sondern FLÜSTERT jetzt zuhause! Eine sehr eigenwillige Reaktion, ja geht`s noch?





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